An der Goldenen Straße zwischen Eger und Mies

Exkursion 18_3

Landeskundlich-historische Bus-Exkursion vom 31. Mai bis 3. Juni 2018

Dauer: 4 Tage

 

Durchgeführt. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer und Mitwirkenden!

 

2018 erkundeten wir die Region, die von der im 14. Jahrhundert begünstigten und im 16. Jahrhundert als Goldene Straße bezeichneten Handelsroute nach Prag erschlossen wurde.

Ein Geflecht von Trassen gewährleistete den ökonomischen und kulturellen Austausch mit Böhmen und dem Egerland. Die einstige Reichsstadt Eger war nicht nur angebunden: Bereits für die Staufer war die Achse zwischen den Pfalzen Nürnberg und Eger von größter Bedeutung.

Tag 1: 31. Mai 2018

Auf unserer Fahrt auf den Spuren der Goldenen Straße erreichten wir erst Tachau mit seiner Stadtbefestigung aus der Zeit der Luxemburger und schließlich die alte Kurstadt Marienbad. Das heilkräftige Wasser des damals sogenannten Sauerbrunnens wurde bereits im Mittelalter von den Tepler Chorherren geschätzt.  Das heutige Stadtbild wird jedoch vor allem von prächtigen Fassaden des späten 19. Jahrhunderts geprägt.

Am Nachmittag besichtigten wir die große Klosteranlage des Stifts Tepl. Das Prämonstratenserkloster soll in den 1190er Jahren vom Prager Kloster Strahov aus besiedelt worden sein. Stifter war der Gaugraf Hroznata von Ovenec.

Tag 2: 1. Juni 2016

Der zweite Tag unserer Exkursion galt der einstigen Reichsstadt Eger, heute Cheb. Bereits 1167 erwarben die Hohenstaufen hier ihren östlichsten Herrschaftsbereich und errichteten an dem gleichnamigen Fluss eine Pfalz. Der mit Burgen gesäumten Straße von Nürnberg nach Eger kam seither große Bedeutung zu. Zu den Höhepunkten des Rundgangs gehörten die Kaiserburg und die geschichtsträchtige Altstadt. Nach dem Trubel in den Gassen und auf dem großen Stadtplatz besuchten wir am Nachmittag das interessante Naturschutzgebiet von Soos mit seinen besonderen Naturphänomenen. 

Tag 3: 2. Juni 2016

Dass Böhmen eine Region mit beeindruckenden Burganlagen ist, konnten wir bereits in Süd- und Westböhmen entdecken. Am dritten Tag nahmen wir uns die interessantesten Burgen im Nordwesten vor: In den Festen Bečov nad Teplou und Loket konnten wir den Baubestand eingehend in Augenschein nehmen. Bečov nad Teplou war ausgesprochen beeindruckend: eine der interessantesten Burganlagen Europas. Herzlichen Dank an die Burgleitung für die Einblicke jenseits der touristischen Runde.

Tag 4: 3. Juni 2016

Das Egerland hat eine ganz eigene bäuerliche Baukultur hervorgebracht. Charakteristische Vierseithöfe mit ihren Blockbau- und Zierfachwerkelementen prägten die Landschaft. In Doubrova sahen wir uns ein gut erhaltenes Ensemble an. Von dort ging es nach Kynžvart (Königswart), wo das glanzvolle Schloss der Fürsten von Metternich auf uns wartete. Nach so viel Kultur war Stärkung angesagt: Wir besuchten auf dem Heimweg die Brauerei Chodova Plana, wo sich ein Familienbetrieb mit seinen böhmischen Bierspezialitäten auf dem Braumarkt behauptet.

 

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© Robert Giersch Januar 2016