Exkursion 20.2 - vom 21. bis 24. Mai 2020 (Vorankündigung)

Die Julischen Alpen

Eine Busexkursion mit leichten Themenwanderungen

 

Kulturlandschaften mit romanischen, slawischen und fränkisch-baierischen Wurzeln.

 

Die Julischen Alpen nehmen einen großen Teil der südlichen Kalkalpen ein. Sie zählen heute im Westen zum italienischen und im Osten zum slowenischen Staatsgebiet. Die Bezeichnung 
geht auf die Herrschaft Roms zurück, die Julius Cäsar mit der Gründung des Forum Julii - heute Cividale del Friuli - einleitete. Die Kulturlandschaften wurden nachhaltig von der mittelalterlichen Erschließung geprägt, die sich seit dem letzten Viertel des 8. Jh. unter fränkischer Oberherrschaft vollzog. 

Im frühen Hochmittelalter zählte die Region zu einem Teil des bayerischen Herzogtums, das als "Caranthia" bezeichnet wurde. Die Empörung des Bayernherzogs Heinrich II. führte 976 zur Abtrennung von Bayern und zur Bildung eines Herzogtums Kärnten durch Kaiser Otto II. 
Heute zählen die Seitentäler die Tagliamento im Friaul und das Soca-Tal im westlichen Slowenien zu den schönsten Alpenlandschaften.

1. Tag: Unsere erste Station und Herberge finden wir in Malborghetto, dem Hauptort des Kanaltals: dem alten bambergischen Malborget. Hier war auch Sitz der Vogtei. Das Tal war im Mittelalter vor allem von der Eisenprodukion geprägt. Hier waren Hammer-werke und eisenverarbeitende Gewerbe heimisch. Die interessantesten Denkmäler in Malborghetto sind der heute sogenannte Palazzo Veneziano, einst Sitz eines reichen Montanunternehmers, das Fort Hensel, in den napoleonischen Krieg hart umkämpft, und ein sehenswerter Kreuzweg.

2. Tag: Am zweiten Tag geht die Reise in eine Region, die noch immer als oberdeutsche Sprachinsel in Italien bekannt ist. Die "Zahrer" leben in der spektakulären Hochgebirgslandschaft vor allem in den Hauptorten Sauris di Sotto und Sauris di Sopra (1390 m über NN). Man nimmt an, dass die Bevölkerung im 13. Jh. aus Osttirol eingewandert ist, vermutlich auf Initiative der Grafen von Görz, die hier Bergbau und die Holzwirtschaft voranbringen wollten.

 

3. Tag: Am dritten Tag unserer Exkursion besuchen wir eine der entlegendsten Gemeinden in der Region Socatal. Abgesehen von der herrlichen Landschaft treffen wir auf interessante landes- und volkskundliche Raritäten.
Auf dem Weg ins Socatal kommen wir zunächst durch das einst bambergische Seebachtal und seinen Hauptort Raibl (heute Cave del Predil). Hier siedelte das Hochstift im Mittelalter Bergleute an, um wertvolle Mineralien, vor allem aber Blei abbauen zu lassen. 

Über den Predilpass kommen wir dann ins Koritnicatal in Slowenien. Der Bergzug gehörte im 1. Weltkrieg zu den umkämpftesten Frontlinien. Wir kommen an der Festung Kluze vorbei, die bereits im 15. Jh. errichtet, jedoch später mehrmals umgebaut worden ist. Oberhalb von Kobarid im Socatal wollen wir das Hochland erkunden. Die Siedlungen beeindrucken mit ihren verwinkelten Gassen, die wir bei unserer kleinen Wanderung durchstreifen werden. 

4. Tag: Das Savetal zieht sich durch den Nordwesten Sloweniens. In den vom Wintersport geprägten Orten wie 
Kranjska Gora haben sich noch einige historische Ortsbilder und Häuser erhalten. Man findet sie am 
ehesten in den ruhigen Seitentälern. Hier zeichnet sich vor allem das abgeschiedene Radovnatal aus. 

Hier wollen wir an einige interessante Beispiele der nordslowenischen Bauernhauskultur entdecken.

 

Änderungen aus verkehrstechnischen und organisatorischen Gründen vorbehalten!

Teilnahmebedingungen:

Die Exkursion erfolgt als Busfahrt (voraussichtlich 2 Abfahrts- und Ankunftsstationen im VGN-Bereich) Die voraussichtlichen Abfahrtszeiten werden mit dem Exkursionsplan mitgeteilt.

Exkursionsleitung: Robert Giersch, Kaspar Nickles

Teilnehmerbeitrag: wird nach Eingang aller Angebote baldmöglichst mitgeteilt bzw. hier veröffentlicht (umfasst alle Busfahrten, Übernachtung mit Frühstück und Abendessen, alle Eintrittsgebühren und Führungshonorare)

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© Robert Giersch Januar 2016