Exkursion 20.1 - vom 1. bis 3. Mai 2020 (Vorankündigung)

Spuren des frühen Menschen

Weltkulturerbe auf der Schwäbischen Alb

Die Schwäbische Alb ist eine der spektakulärsten Archäologieregionen Europas. Die bereits im 19. Jh. intensiv betriebenen Vorgeschichtsforschungen bescherten ein reiches Fundspektrum.
Die Topographie der Alb war der ideale Rückzugsort für die frühen Kulturen: Große Höhlen boten steinzeitlichen Jägern Schutz, in den Metallzeiten stellten die Kuppen mit ihren Steilhängen ideale Befestigungsplätze dar, die Albhochflächen hielten Erzvorkommen vor. Nirgendwo in Deutschland können die Spuren der Vorgeschichte derart konzentriert erkundet werden. Nicht umsonst zählen die Höhlen der Alb und ihre eiszeitlichen Kunstartefakte zum UNESCO-Weltkulturerbe. 
 

Die Stationen:

Tag 1:

Unsere erste Station ist die UNESCO-Weltkulturerbestätte Vogelherdhöhle - Lonetal bei Niederstrotzingen. Hier wurden einige der ältesten Kunstartefakte der Menschheit geborgen. Hierzu zählen der bekannte Löwenmensch und eine Mammutdarstellung. 

Die Stadt Blaubeuren im Alb-Donau-Kreis ist nicht nur wegen des Blautopfs bekannt: In den im Stadtgebiet liegenden Höhlen wurden ebenfalls bedeutende Zeugnisse der altsteinzeitlichen Menschen entdeckt. 

 

Tag 2:

Nach dem steinzeitlichen Auftakt ist der zweite Tag vor allem den Metallzeiten gewidmet. Nicht weit von Untermarchtal entfernt liegt bei Herbertingen die Heuneburg. Nach jahrzehntelangen Forschungsarbeiten gilt sie als bekannteste keltische Festungsanlage in Mitteleuropa. In Herbertingen wartet das Keltenmuseum Heuneburg, wo ein Teil der Fundstücke bewundert werden kann. 

Am Nachmittag fahren wir nach Bad Buchau am Federsee. Dort entstand neben dem bewährten Federseemuseum für Vorgeschichte ein archäologisches Freigelände. Hier wurden Rekonstruktionen der Pfahlbauten versucht,  auf die man im Bereich des Federsees gestoßen ist. Die Siedlungsspuren reichen von der Jungsteinzeit bis zur späten Bronzezeit (von ca. 4000 - 800 v. Chr.).

Tag 3:

Am dritten Tag unserer Exkursion nähern wir uns der späten Làtenezeit. Der Heidengraben bei Grabenstetten erinnert an ein keltisches Oppidum. Die einstige Burgstadt war im 1. Jh. v. Chr. ein Zentrum von überregionaler Bedeutung. Mit einer Gesamtfläche von 1662 Hektar dürfte sie zu den größten Stadtsiedlungen Europas gehört haben. 

Bei Hochdorf an der Enz wurde eines der größten bekannten keltischen Hügelgräber gefunden. Zweifelsohne wurde hier um 550 v. Chr. ein bedeutender Fürst der Hallstattzeit bestattet. Nach der  Erforschung des Nekropols wurden in Hochdorf eine Dauerausstellung und ein Freilicht-museum geschaffen. Hier finden wir alle Informationen über das glücklicherweise unversehrt aufgefundene Fürstengrab und weitere Siedlungsbefunde der Region.

 

Änderungen aus verkehrstechnischen und organisatorischen Gründen vorbehalten!

Teilnahmebedingungen:

Die Exkursion erfolgt als Busfahrt (voraussichtlich 3 Abfahrts- und Ankunftsstationen im VGN-Bereich) Die voraussichtlichen Abfahrtszeiten werden mit dem Exkursionsplan mitgeteilt.

Exkursionsleitung: Robert Giersch

Teilnehmerbeitrag: wird nach Eingang aller Angebote baldmöglichst mitgeteilt bzw. hier veröffentlicht (umfasst alle Busfahrten, Übernachtung mit Frühstück und Abendessen, alle Eintrittsgebühren und Führungshonorare)

Wir sind Gelegenheitsveranstalter. Bitte unsere Allgemeinen und Datenschutz-Hinweise beachten.

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© Robert Giersch Januar 2016