Exkursion 19.3 - vom 27. bis 30. Juni 2019

Von St. Sebald nach St. Sebald  

Nürnberg und das Eisen aus Österreich

 

Wer weiß, dass sich in den Alpen eine kleine „Tochter“ von Nürnbergs berühmter Stadtpfarrkirche St. Sebald findet? Wahrscheinlich waren Nürnberger Kaufleute und/oder Montanunternehmer im Spätmittelalter an der Gründung der Wallfahrtskirche St. Sebald am Heiligenstein beteiligt. Die dem Nürnberger Stadtheiligen geweihte Kirche ist ein Denkmal auch für die jahrhundertelang engen Beziehungen der Noris zur österreichischen Eisenwurzen, wo die Roheisenproduktion im 16. Jahrhundert die der Oberpfalz um das Dreifache überstieg.

Quell des großen Bergsegens war der steirische Erzberg, wo sich Eisenerz von bester Qualität findet. Noch heute prägt der Erzbergbau dort die Alpenlandschaft. Wir erkunden die Eisenwurzen und den steirischen Erzberg, entdecken die Entwicklung des Erzbergbaus und der Eisenver-hüttung vom Mittelalter bis heute und lassen auch den Siegeszug der Eisenbahn im Alpenraum nicht aus. Im Grenzland von Ober- und Niederösterreich sowie der Steiermark würdigen wir noch lebendiges Metallhandwerk und natürlich auch die besonderen landschaftlichen Höhepunkte.

Tag 1

Das Tor zur großen Eisenregion in den Alpen ist zweifellos die Stadt Steyr. Nachdem wir die Altstadt bereits 2017 kennenlernen durften, werden wir die alte Gewerkensiedlung aus montange-schichtlicher Sicht erkunden. Von Steyr aus geht es weiter zum Benediktinerstift Seitenstetten, wo eine ausführliche Besichtigung und für jeden Teilnehmer auch seine ganz persönliche "Klosterzelle" wartet.

Tag 2

Bereits im Hochmittelalter war der steirische Erzberg der bedeutendste Eisenerzbergbau Mitteleuropas. Heute prägt ein riesiges Tagebaugelände die Landschaft. Das steirische Erz versorgte jahrhundertelang die Eisen-produktion in der Eisenwurzen und darüber hinaus. Wir werden unter fachkundiger Führung den Spuren der historischen Erzgewinnung und -verhüttung in Vordernberg und Eisenerz nachgehen und nebenbei die beieindruckende Erzbergbahn erleben.

Tag 3

Dieser Tag ist ganz der Eisenwurzen gewidmet. In dieser Landschaft ist das Thema Eisen bis heute präsent, die Region um Ybbsitz sogar UNESCO-Weltkulturerbe. Nach der Besichtigung eines historischen Hammerwerkes besuchen wir eine Kirche, die nicht nur landschaftlich herrlich gelegen ist, sondern einen bis heute nicht geklärten Bezug zu Nürnberg haben muss. Sie ist dem Nürnberger Stadtheiligen Sebald geweiht. 

 

Tag 4

Auch im Steyrtal war das Eisengewerbe über Jahrhunderte hinweg bestimmend. Lange Zeit fanden die Menschen als Messerer, Sensen- und Waffenschmiede Arbeit. Bevor wir eine noch vollständig erhaltene Hammerwerkssiedlung erkunden, erleben wir die Steyrtalbahn mit ihrem historischen Fahrzeugpark und ihrer schmalen, 760 mm breiten Spur.

Die Exkursion erfolgt als Busfahrt (voraussichtlich 3 Abfahrts- und Ankunftsstationen im VGN-Bereich) Die Abfahrtszeiten werden mit dem Exkursionsplan mitgeteilt.

Exkursionsleitung: Robert Giersch

 

Teilnehmerpreis:

Pro Teilnehmer im Doppelzimmer: 453,00 Euro

Pro Teilnehmer im Einzelzimmer:  463,00 Euro

Die Zahlungsmodalitäten finden Sie in unseren Exkursionsbedingungen. Sie werden nach Anmeldung auch mit dem Exkursionplan schriftlich zugesandt.

 

Im Teilnehmerpreis sind enthalten:

- An- und Abreise mit dem Reisebus, sämtliche Fahrten während der Exkursion (Fa. Pickel, Engelthal)

- 3 Übernachtungen im Benediktinerstift Seitenstetten inklusive Frühstück und Abendessen (Halbpension) 

- Sämtliche Eintritts- und Führungsgebühren bzw. Honorare für Vorträge/Führungen sowie Nostalgiefahrten mit historischen Eisenbahnen

Mindestteilnehmerzahl: 20 TN

(muss bis 16 Wochen vor Exkursionsbeginn erreicht sein. Bitte auch die Bestimmungen in den Allgemeinen Reisebedingungen beachten!)

Wir empfehlen dringend eine Reiserücktrittsversicherung!

Wir sind Gelegenheitsveranstalter. Bitte unsere Allgemeinen und Datenschutz-Hinweise beachten.

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© Robert Giersch Januar 2016